Nochmals über Schweine
17 Jul 2006 10:00Ich habe nun ein Schwein,
Und dieses Schwein ist mein.
In meinen Stall hab ich’s gelegt,
Sechs Wochen wird es nun gepflegt,
Und wird geschlachtet dann,
Ist etwas in der Pfann’.—August Thomae: Zeitschrift Jugend, Nr 47, 1916, S. 986
Und dieses Schwein ist mein.
In meinen Stall hab ich’s gelegt,
Sechs Wochen wird es nun gepflegt,
Und wird geschlachtet dann,
Ist etwas in der Pfann’.
Ein Schweinchen für das Heer
Genießt zwar größ’re Ehr’.
Wenn’s auch nur ein Zivilschwein ist,
Wie Rosen duftet doch sein Mist:
O bleib mir nur gesund
Und werde fett und rund!
Mit Sehnsucht nah’ ich dir,
So sehr gefällst du mir.
Hör’ ich der süßen Stimme Schall,
Mich dünkt, es sei die Nachtigall.
Mit edler Eleganz
Trägst du den Ringelschwanz.
Hab’ ich dir hochbeglückt
Ins treue Aug’ geblickt.
Wird’s wieder wohler mir zu Mut,
Denn mir gehört dein Fleisch und Blut.
Ich sorg’ für deine Ruh’,
Mein Herzensschweinchen du!
So friß, mein Liebling, jetzt,
Was ich dir vorgesetzt.
Was ich am Mund mir abgespart,
Ich spend’ es deinem Rüssel zart.
O geh’ mir nur nicht ein,
Du mein Sechswochenschwein!